Flagge zeigen bei farbenfrohem Festival Flagge zeigen bei farbenfrohem Festival – Rasteder Musiktage e.V.

Flagge zeigen bei farbenfrohem Festival

Die 58. Internationalen Rasteder Musiktage beginnen am kommenden Freitag, 5. Juli. Vereinspräsident Torsten Wilters (42) verrät im Interview, worauf sich die Besucher freuen dürfen.

Frank Jacob

Die 58. Internationalen Rasteder Musiktage beginnen am kommenden Freitag, 5. Juli. Vereinspräsident Torsten Wilters (42) verrät im Interview, worauf sich die Besucher freuen dürfen.

Frage: Blasmusik und bunte Trachten – ist das heute eigentlich noch zeitgemäß?

Torsten Wilters: Auf jeden Fall. Blasmusik wird nie aussterben. Unser Erdinger-Zelt bei den Musiktagen ist dafür der beste Beweis. Wahrscheinlich würden junge Leute im Auto nicht mit voller Lautstärke Blasmusik hören. Aber im Erdinger-Zelt feiern sie dazu gerne und haben großen Spaß. Sie kennen die Lieder, und die Stimmung ist richtig gut.

Frage: Trotzdem findet für jüngere Besucher eine Discoveranstaltung bei den Musiktagen statt. Wie passt das zusammen?

Wilters: Seit wir keinen Eintritt für die Disco mehr nehmen, wechseln die Besucher gerne zwischen den Zelten. Der DJ spielt dort zwar moderne Musik, aber durch die internationalen Gäste bei den Musiktagen läuft dort andere Musik als bei anderen Disco-Veranstaltungen. Es werden nicht nur die Charts rauf und runter gespielt, sondern es gibt viel Stimmungsmusik und auch mal eine Polonaise und alle feiern gemeinsam.

Frage: Dadurch wird dann auch der Grundgedanke der Musiktage gelebt. . .

Wilters: Richtig. Es geht darum, Menschen zusammenzubringen, die aus ganz verschiedenen Ländern kommen und auch darum, andere Kulturen zu erleben. Bei den Musiktagen geht es vor allem darum, Brücken zwischen den Nationen zu bauen.

Frage: Welche Bedeutung hat Musik für Sie persönlich?

Wilters: Musik ist für mich sehr wichtig. Wenn ich unterwegs bin, höre ich viel Musik und meist auch überdurchschnittlich laut. Das komplette Orchester kann man nur hören, wenn man richtig aufdreht. Dann hört man auch noch die Triangel in der letzten Reihe.

Frage: Welche Musik hören Sie denn privat?

Wilters: Da bin ich ganz offen. Die Rockband Saga höre ich schon seit Anfang der 1980er Jahre und werde sie auch noch weitere 30 Jahre hören. Ich gehe aber auch regelmäßig zu der Veranstaltung „Classic meets Pop“ und mag auch große Klassikorchester. Toll fand ich auch die Eröffnungsfeier des Eurovision Songcontests, als Stefan Raab eine Rockversion von Lenas „Satellite“ gespielt hat. Mir geht es darum, zu sehen, wie Musik gelebt wird. Musik hören und Musik sehen gehört für mich zusammen.

Frage: Was macht für Sie den Reiz an den Musiktagen aus?

Wilters: Es ist etwas ganz Anderes als ich sonst das ganze Jahr mache. Das ist ein richtiger Kontrast. Wenn die Musiktage stattfinden, bin ich vom Kopf her ganz weit weg vom Alltag. Aber auch das ganze Drumherum macht den Reiz aus. Der Zusammenhalt und die vielen Menschen, die uns mit Leib und Seele unterstützen. Es geht darum, die Leute glücklich zu machen und selbst Spaß zu haben.

Frage: Worauf freuen Sie sich bei den Musiktagen in diesem Jahr am meisten?

Wilters: Ich freue mich, dass wir wieder eine Band aus Thailand dabei haben. Das ist schon etwas Besonderes. Im Vorfeld hatte ich mit dieser Gruppe schon sehr viel Kontakt. Wir haben bestimmt an die 100 Mails hin und her geschrieben, damit alles perfekt wird, wenn sie dann hier sind. Wir haben für die Thailänder auch ein besonderes Programm organisiert und erfüllen ihre Wünsche. Sie werden Oldenburg besuchen und dort auftreten, eine Tagestour nach Amsterdam unternehmen und auch dort spielen und eröffnen die Musiktage dann am Freitag vor dem Rathaus in Rastede.

Frage: Haben Sie einen Geheimtipp?

Wilters: Wir haben in diesem Jahr wieder viele gute Bands dabei, die zu den besten in Europa und der Welt gehören. Mit dem Fanfarenzug des KSC Straußberg kommt ein mehrfacher Weltmeister nach Rastede. Aber es wird sicherlich auch Überraschungen geben. Für Ältere ist das Programm am Freitag in der Mehrzweckhalle sicherlich sehr schön. Wer etwas mehr Trubel will, ist auf dem Turnierplatz gut aufgehoben.

Frage: In diesem Jahr fällt die Beteiligung an den Musiktagen allerdings geringer aus als in den Vorjahren. Woran liegt das?

Wilters: In Dänemark wird an diesem Wochenende die dänische Meisterschaft ausgetragen. Deshalb haben wir dieses Mal nur eine Gruppe aus Dänemark dabei. Außerdem beginnt in Kerkrade der World Music Contest, der nur alle vier Jahre stattfindet.

Newsletter